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Methoden

Methoden - Das Einbeziehen des gesamten Systems

 

Die Pilotgruppe

Das Besondere an der Gestaltung eines Veränderungsprozesses ist das Einführen einer Pilotgruppe nach dem Modell der Kommunikationslotsen (Scholz & Vesper GmbH & Co. KG , Köln).

 

In der Pilotgruppe befinden sich alle wichtigen Vertreter des "größeren Systems" (Von der Leitung bis zum Kunden zum Beispiel). Die Kommunikationslotsen nennen diese Gruppe “Nukleus”, also die DNA des Systems. Die eigentliche Veränderung findet zuerst hier statt.

 

Die Pilotgruppe findet im Vorfeld des geplanten Veränderungsprozesses heraus, was die Kernthemen sind, worüber gesprochen werden und wer an dem Austausch beteiligt werden muss.

Sie stellt sich daher mit dem Facilitator folgende Fragen: 

  • Welche Perspektiven sind für das Thema wichtig?
  • Wer muss mit wem über was reden?
  • Welche Methoden sind angebracht, um alle mit ins Boot zu nehmen?
  • Welche Herausforderungen sind (im Prozess) zu berücksichtigen?

Das heißt, die Pilotgruppe übernimmt die Rolle des Experten für die Inhalte während der Facilitator die Rolle des Experten für den Prozess übernimmt. Im Laufe der Zusammenarbeit entsteht eine Gruppe, die erfahrungsgemäß die anstehende Veränderung im Kleinen vollzieht, bevor sie sich dann im ganzen System (z.B. einer Organisation) auswirkt. Die Methodenwahl, die für die anschliessende Großgruppenveranstaltung vorgesehen wird, wurde im Vorfeld von der Pilotgruppe "erprobt".

 

Sowohl vor Beginn einer Veränderung, als auch während der Phasen der Veränderung ist der regelmäßige Austausch zwischen der Pilotgruppe und den Verantwortlichen des Projektes wichtig, um die Ausrichtung und und Handlungsplanung zu reflektieren.

  

 

(Groß)Gruppenveranstaltungen

Gruppen sind eine starke systemische Intervention, da sie Menschen, Akteure, Organisationseinheiten, Ideen, Sichtweisen und Perspektiven zusammenbringen, die sich aufgrund der alltäglich eingefahrenen Routinen kaum begegnen würden. Ein Kernelement der Großgruppenmoderation ist, die Fähigkeiten und Fertigkeiten aller vom Veränderungspross betroffenen nutzbringend zu vernetzen.  Die folgenden Methoden verfolgen allesamt eine ressourcenorientierte Logik des Wachstums, die es ermöglicht, Organisationskulturen zu verändern, - oder besser noch "gemeinsam zu gestalten".

 

  • Appreciative Inquiry - „Mehr von dem tun, was bereits funktioniert“
  • The Circle Way - „Die neue/alte Art des Zuhörens und Sprechens in Gruppen“
  • Open Space - „Den freien Raum für kreative Projektarbeit nutzen“
  • World Café - „Intensive Gespräche mit entspanntem Flair“
  • Zukunftskonferenz - „Effektive Arbeit in einem ganzen System“
  • Themenorientierte Rollen-Improvisation - "gespielte 'Quasirealität' der Gemeinschaft als Blick in die Zukunft"