P
Veränderung begleiten

Facilitating Change

 

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel."

(Charles Darwin)

 

Menschen und Strukturen verändern und entwickeln sich. Vorab findet ein innerer Prozess statt, in dem die Klarheit über den Bedarf nach Veränderung entsteht, die Überzeugung von deren Sinnhaftigkeit gelebt und Zukunft zugelassen und gestaltet wird. 

 

Wenn Veränderungen in Systemen von anderen Menschen angestoßen werden, kann dieser Bewusstseinsprozess nicht immer vollzogen werden. Veränderungen in der Gesellschaft oder im Arbeitsumfeld können dann verwirrend und undurchschaubar wirken, für diejenigen, die von der Veränderung betroffen, jedoch nicht an der Gestaltung beteiligt worden sind.

 

Wenn Veränderung überfordert, entsteht die Sehnsucht nach dem Vertrauten, selbst wenn das Bekannte nicht mehr den Herausforderungen der Zukunft genüge tut. Im Prozess geht es häufig manchen Menschen auch nicht schnell genug, andere sehen keinen Bedarf oder Notwendigkeit, etwas zu verändern. Ein herausforderndes und komplexes Unterfangen.

 

Beteiligungsorientierte Veränderungsvorhaben sind daher der Schlüssel zu akzeptierteren und nachhaltigen Entwicklungsprozessen auch, oder gerade, bei komplexen Themen.

Im deutschsprachigen Raum wird der englische Begriff „Facilitating Change“ für ein systemisch aufgebautes Konzept zur Begleitung von Veränderungsprozessen genutzt. Facilitating leitet sich aus dem Lateinischen Nomen facilitas ab, das übersetzt „Leichtigkeit, Gefälligkeit, Umgänglichkeit" bedeutet. Der Facilitator begleitet in diesem Sinne ein Unternehmen, um Veränderung zu erleichtern und zu ermöglichen.

 

Einer der Grundsätze des Facilitating ist: Das „Wissen liegt im System“. Die Zukunft wird nicht aus Hochrechnungen und externen Expertenwissen abgeleitet. Sie wird nicht in Form einer Direktive der Führungsebene vorgegeben. Der durch Facilitating ans Licht gebrachte erweiterte Blick in die Zukunft entsteht durch die Beteiligung aller Menschen, die eine spezifische Sichtweise (auf das Thema) haben und die von den Auswirkungen der Veränderung betroffen sind.

 

Die Mitglieder einer Organisation kennen die inneren Zusammenhänge ihres Unternehmens. Das Freilegen des kollektiven Wissens ist mit dem „Heben eines Schatzes" vergleichbar. Die gemeinsame Einschätzung der Chancen und Risiken eines Veränderungsprozesses gibt zudem ein realistischeres Bild als es je von einem Fachexperten gegeben werden kann. Die partizipativen und auf gegenseitige Wertschätzung basierten Methoden des Facilitators schaffen zudem anhaltende Bedingungen echter Kollaboration.

 

Der Facilitator ist dabei nicht der inhaltliche Experte für ein Thema sondern er schafft (durch jeweils passende Methoden), Raum und Zeit für echten Dialog und dadurch für einen gemeinsamen Prozess der Veränderung.